Schlagwort-Archiv: Rezept

Buchteln – ein Klassiker der österreichischen Küche

Rezept für Buchteln

Vorarlberg ist ein kleines Bundesland, blickt dafür aber auf eine nicht zu verachtende Tradition an Kochkunst und Kulinarik zurück. Die Buchteln, deren Rezept heute auf dem Programm steht, sind zwar keine reine Vorarlberger Spezialität, aber hier schmeckt die Mehlspeise eindeutig am besten.

Sei es zum Kaffee, sei es als Nachspeise für eine Party oder sei es als Hauptgericht: Buchteln – im süddeutschen Raum auch Rohrnudeln oder Ofennudeln genannt – schmecken immer. Der Klassiker ist mit Dörrzwetschken gefüllt und wird mit Vanillesauce serviert.

Buchtelteig – Rezept

300 g Mehl, 40 g Hefe, 60 g Butter, 200 ml Milch, 40 g Zucker 2 Eier und etwas Salz zu einem weichen Teig vermischen und für mindestens 20 Minuten aufgehen lassen. Eine Auflaufform einfetten und bereitstellen. Kleine Bälle mit Füllung in der Mitte formen und dicht an dicht in die Auflaufform legen. Vor dem Backen noch einmal mindestens 20 Minuten gehen lassen. Im Ofen 30-40 Minuten bei 160°C backen, bis die Buchteln oben goldgelb bis braun sind.

Dörrzwetschken – die Füllung für die Original-Buchteln

100 ml Wasser mit 50 g Zucker ein paar Minuten köcheln lassen und mit Vanillezucker, Zimt und den zugegebenen entkernten Dörrzwetschken köcheln lassen bis ein süßer Brei entsteht.

Und dazu: Vanillesauce

Mit 125 ml Milch, 125 ml Sahne, Vanilleschotenmark oder Vanillezucker sowie normalem Zucker und 2 Eigelb lässt sich im Nu eine exzellente Vanillesauce zaubern. Nur erhitzen und nicht kochen und dann mit gegebenenfalls noch mehr Vanillezucker abschmecken – fertig. Manche essen die Buchteln auch mit Quark, mit geschlagener Sahne, mit heißem Apfelmus oder einfach nur mit Zimt und Zucker.

Buchtel-Variationen

Die klassischen Buchteln sind mit Zwetschkenfüllung, allerdings sind auch hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie es doch mit anderen Früchten oder mit Marmeladen. Manche lassen im Inneren der Teigbällchen auch Nougat oder Bitterschokolade heiß werden. Der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt – vielleicht haben Sie ja schon bald Ihre eigenen Spezial-Buchteln.

Pikante Krautbuchteln

Doch Buchteln müssen nicht immer eine Süßspeise sein. Auch pikant zubereitet schmecken Sie hervorragend. Probieren Sie zum Beispiel einmal Krautbuchteln aus. Dafür geben Sie statt der 40 g nur eine Prise Zucker in den oben beschriebenen Germteig. Sie dünsten 300 g Weißkraut mit einer Zwiebel und schmecken es mit einer Knoblauchzehe, Pfeffer, gemahlenem Kümmel und etwas Muskatnuss ab. Nachdem der Germteig das erste Mal gegangen ist, mischen Sie das Kraut darunter, formen kleine Bälle, die Sie dicht an dicht in die Auflaufform legen, 20 Minuten gehen lassen und anschließend 30 bis 40 Minuten goldgelb backen.  Die Krautbuchteln servieren Sie am besten auf Linsengemüse.

Ganz egal, wie Sie Ihre Buchteln machen – ganz klassisch gibt es sie im Montafon mit Dörrzwetschken und Vanillesauce – eine Vorarlberger Spezialität, die Sie sich im Hotel Fernblick auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Die leckere Mehlspeise aus Österreich

Österreichische Süßspeisen im Montafon genießen (c) Wikimedia Commons – Buchteln

Vorarlberger Polsterzipfel oder Funkaküachle

Traditionelle Mehlspeise aus dem Ländle

Polsterzipfel kennt man auch über die Vorarlberger Grenzen hinaus, nur den wenigsten ist aber bekannt, dass man das viereckige Gebäck im Ländle mit einem besonderen Anlass verbindet: dem Funkensonntag. Blech um Blech wird in den Küchen und Bäckereien Vorarlbergs rund um das Winterende-Fest gebacken. Wie die Köstlichkeit gelingt, das verrät Ihnen das Rezept aus der Ferienhotel Fernblick-Küche.

Eine Fastenspeise?

Der Funkensonntag fällt auf den ersten Sonntag nach Aschermittwoch, also bereits in die Fastenzeit. Nach einer Fastenspeise klingen die süßen Küchlein jedoch nicht gerade. Jedoch fand man es sinnvoll, zu Beginn der Fastenzeit reichhaltige Lebensmittel, insbesondere Milch, Butter und Eier, aufzubrauchen, und zur Verwertung eigenen sich Polsterzipfel hervorragend. Außerdem hilft es, zu wissen, dass die Sonntage aus der Fastenzeit ausgenommen sind – da ist naschen schon einmal erlaubt. Und bei dem butterigen, süßen Gebäck, das förmlich auf der Zunge zergeht, hat man es schwer, nur einmal zuzugreifen…

Rezept für Vorarlberger Polsterzipfel

Sie brauchen:

Vorarlberger Polsterzipfel mit Apfelmus

Polsterzipfel, Süßspeise aus dem Ländle

  • 300 g glattes Mehl
  • 2 Eigelb
  • 30 g Butter
  • 125 ml Milch
  • 1 EL Rum
  • Prise Salz

zum Weiterverarbeiten:

  • Mehl
  • Öl
  • Staubzucker

Apfelmus

  • 500 g säuerliche Äpfel
  • 180 ml Wasser
  • 80 ml Weißwein
  • 4 EL Zitronensaft
  • 80 g Kristallzucker
  • 1 EL Apfelbrand
  • Salz, Rum

So wird’s gemacht:

Mehl, Eigelb, Butter, Milch, 1 EL Rum und 1 Prise Salz gut vermischen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten rasten lassen. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse ausschneiden. Die flüssigen Zutaten für das Mus mit Zucker aufkochen, dann die Äpfel zugeben und weich kochen. Topf vom Herd nehmen, die Äpfel mit dem Stabmixer pürieren, auskühlen lassen und mit Apfelbrand verfeinern.

Nun den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche messerrückendick ca. 30 x 40 cm ausrollen und mit einem Teigrad Rechtecke (8 x 5 cm) ausradeln. Reichlich Öl (etwa 4 Finger hoch) erhitzen und die Teigstücke darin schwimmend beidseitig goldgelb backen. Die Polsterzipfel mit einem Gitterlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Polsterzipfel anrichten, mit Staubzucker bestreuen und mit dem Apfelmus servieren.

Appetit bekommen? Genießen Sie Vorarlberger Polsterzipfel frisch aus der Fernblick-Küche oder, wenn sich gerade kein Besuch bei uns ausgeht, im heimeligen Zuhause. Gutes Gelingen!

Deftiger Bauchwärmer: die Montafoner Käsesuppe

Ein Teller flüssiges Gold gefällig?

Was ist besser als Käse? Geschmolzener Käse, der verführerische Fäden zieht und langsam im Mund zerkaut wird, oder doch Käse in Form einer deftigen Suppenmahlzeit, die warm und würzig über die Zunge fließt?

Ein perfekter Bauchwärmer, eine aufbauende Mahlzeit während eines kalten Skitages oder deftiger Nachmittagssnack auf der Hütte: die Montafoner Käsesuppe ist die perfekte Wahl, wenn man sich etwas Nahrhaftes und Molliges wünscht.

Rezept zum Nachkochen

Wenn Sie gerade nicht im Montafon sind und Zugang zu dieser Suppenspezialität haben, dann möchten Sie sich vielleicht zuhause an der Zubereitung versuchen. Wir verraten Ihnen unser Rezept, vielfach getestet von unserem Küchenteam und bereits unzählige Male an unsere Gäste serviert.

Montafoner Käsesuppe

Ein Teller köstliche Käsesuppe

Deftige Verführung: Montafoner Käsesuppe

Zutaten für vier Portionen:

  • 50 g Butter
  • 30 g glattes Mehl
  • 100 ml Weißwein
  • 750 ml Rindsuppe
  • 60 g Bergkäse (gerieben)
  • 20 g Montafoner Sauerkäse (Sura Kees)
  • 1 Ei (mittelgroß)
  • 250 g Sauerrahm
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen, darin das Mehl anschwitzen. Dann mit Wein und Suppe aufgießen und unter Rühren mit dem Schneebesen ca. 5 Minuten kochen.

Den geriebenen Käse zugeben und unter Rühren schmelzen. Die Suppe schon einmal mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Dann in einem Becher das Ei mit dem Rahm verquirlen und unter Rühren in die Suppe gießen. Dann die Käsesuppe mit dem Stabmixer cremig aufschlagen.

Als interessante Einlage eignen sich Croutons, gedünstete Gemüsestifte, Lauchringe und fürs Auge Schnittlauch.

Weitere Spezialitäten aus der Montafoner Küche

Käse wird im Montafon noch in vielen anderen Varianten genossen: als Käsknöpfle, Sura Kees Salot oder als Käsdonnala (Käsefladen) etwa. Ebenfalls beliebte heimische Gerichte sind Krutspätzle, Schupfnudla, Flädlesuppe und Spezialitäten vom Montafoner Rind. Süße Gaumen freuen sich im Ländle über Öpfelküachle und Funkaküachle.

Genießen Sie die ganze Bandbreite der Montafoner Küche im Ferienhotel Fernblick, mit Liebe und Hingabe von unserem Küchenteam zubereitet. Doch auch moderne Gerichte und internationale Einflüsse werden von uns nicht ausgeklammert. Lassen Sie sich kulinarisch immer wieder aufs Neue überraschen und verbringen Sie einen Urlaub bei uns.