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Tradition aus dem Montafon: Sura Kees

Was ist Sura Kees? Und kann man das essen?

Eine der wohl beliebtesten kulinarischen Traditionen aus dem Montafon ist der Sura Kees. Was das genau ist, wie man ihn am besten isst und vieles mehr erfahren Sie im ersten Teil der Reihe „Tradition aus dem Montafon“.

Sura Kees aus dem Montafon

Sauermilchkäse Montafon

Sura Kees Produktion

Als Sura Kees wird der typische Sauermilchkäse aus der Vorarlberger Ferienregion Montafon bezeichnet. Seit dem 12. Jahrhundert wird diese regionale Spezialität auf den Montafoner Höhenlagen produziert und erfreut sich seit jeher, bei den Einheimischen wie auch den Gästen, größter Beliebtheit.

Nach traditioneller Art wird dieser besondere Käse auf der Sennalpe im Holzbottich angerührt und einer Spontanreifung unterzogen. Die Herstellung des Montafoner Sura Kees gehört zu den ältesten Traditionen in der Käseherstellung der Alpenregionen. Moderne Methoden arbeiten der Einfachheit und Raschheit zu Gunsten mit zugekauften Kulturen sowie in Käsereien drunten im Tal.

Hohe Qualität – Hoher Genuss

Besonders in den letzten Jahren etablierte sich der Montafoner Traditionskäse auch auf dem heimischen Markt und jährliche Prämierungen sorgen für steigende Qualität in der Produktion. Glückliche Montafoner Alpkühe spenden die Milch, erfahrene Käser zaubern aus der entrahmten, sauren Milch den Sura Kees. Auch der Rahm wird verwertet und zu Butter gerührt.

Unvergleichlich im Geschmack

Käse aus Vorarlberg

Junger Sura Kees (c) Wiki Commons

Ein qualitativ hochwertiger Sura Kees zeichnet sich durch eine glatte, leicht speckige und gelb-rötlich glänzende Oberfläche aus – die so genannte „Muffa“ – eine Art Molke-Schimmel. Innen ist der Sura Kees hellgelb-weiß sowie schnittfest. Im  Geschmack liegt der Käse zwischen mild-aromatisch bis leicht pikant-säuerlich.

Sura Kees ist ein Magerkäse und besitzt daher einen äußerst niedrigen Fett- sowie Cholesteringehalt, so können auch Figur bewusste Käseliebhaber unbeschwert genießen.

Genussregion Montafoner Sura Kees

Weil Bilder mehr als Worte sagen, hier ein Video der Montafoner Genussregion zum Hochgenuss Montafoner Sura Kees.

Am besten genießen Sie den Sura Kees bei einer zünftigen Brett’ljause auf den Sennalpen im Montafon. Aber auch im Ferienhotel Fernblick servieren wir Ihnen schmackhafte und raffinierte Sura-Kees-Kreationen. Einige der unzähligen appetitmachenden Rezepte stellen wir Ihnen im Folgenden vor. Gutes Gelingen!

Neugierig auf die besten Rezepte mit dem Sura Kees?

Einfach und gut: Sauerkäse mit Essig und Öl

Die wohl simpelste Art, Sauerkäse zu servieren: Man nehme einen nicht allzu reifen Sauerkäse, beträufelt ihn in einem Suppenteller mit Essig und Öl und würzt mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln. Schmeckt am besten mit frischgebackenem Bauernbrot.

Zur Brotzeit: Sura Kees Salot

Eine Scheibe Sura Kees mit Tomatenscheiben und Zwiebelringen auf einem Teller anrichten, mit Kräutersalz und Basilikum bestreuen und Balsamicoessig und Öl nach Wahl darübergießen. Mit Brot genießen.

Der Klassiker: Kasnock‘n

600 g Mehl (ideal ist eine Mischung aus 200 g glattem und 400 g griffigem Mehl) mit 6 Eiern, 1 EL Gries, Salz und Wasser zu einem Teig vermengen, diesen mittels Knöpflehobel oder -sieb ins kochende Salzwasser einarbeiten. Knöpfle aufwallen und an die Oberfläche steigen lassen, dann abseihen. Sofort in einer Schüssel oder Pfanne schichtweise mit geriebenem Sura Kees anrichten und darauf in Butter geröstete Zwiebelringe verteilen. Dazu passt grüner Salat oder Apfelmus.

Deftig und würzig: Kaspressknödel

Aus Semmelknödeln, Mehl, frischer Milch, Eiern, Zwiebeln, reifem Sura Kees, Petersilie, Majoran und Salz eine feste Masse kneten und Laibchen formen. In Butterschmalz oder Öl herausbraten und entweder mit Beilage oder in einer klaren Suppe servieren.

Edel und herzhaft: Sura Kees im Speckmantel gebraten

Je einen Würfel Sura Kees in zwei Scheiben dünn geschnittenem, gekochtem Bauchspeck einwickeln und ohne Öl scharf anbraten, dann langsam knusprig werden lassen. Die Käse-Speck-Päckchen auf bunten Salaten anrichten – hier darf man gerne fantasievoll sein.